IHK München – Marketing per Internet – Webseite ist die Visitenkarte

01/04/10 0 COMMENTS


Das Internet revolutioniert Geschäftsmodelle, die Kommunikation und das Marketing. Gerade für den Mittelstand sind heute klare Internet-Strategien, ein optimaler Web-Auftritt und die kreative Nutzung der für das Unternehmen sinnvollen Online-Werbemöglichkeiten wichtig.

Einen Firmenaccount auf Facebook eröffnen? In Xing-Foren mitarbeiten? Persönliche Kurznachrichten per Twitter verschicken? Einen Unternehmensblog einrichten? Videos in Youtube einstellen? Bannerwerbung schalten? E-Mail-Newsletter verschicken? Suchmaschinenmarketing betreiben? Die neuen und nicht mehr ganz so neuen Möglichkeiten des Marketings im Internet werfen viele Fragen auf. Patent-rezepte, wie die vielfältigen Facetten des Internets zur Erreichung der Unternehmens- und Marketingziele eingesetzt werden können, gibt es allerdings nicht. Dass der Wandel in der digitalen Welt noch rasanter vonstatten geht als in der realen, erleichtert den Einstieg in Online-Marketing und -Werbung auch nicht wirklich.

Den Kopf in den Sand zu stecken und die neuen Entwicklungen zu ignorieren, dürfte allerdings die schlechteste Möglichkeit darstellen, mit diesem Thema umzugehen. Denn das Internet verändert die Art und Weise, wie wir uns informieren, wie wir kommunizieren, wie wir Geschäfte anbahnen und abwickeln. Sich aus diesem Prozess komplett auszuklinken, ist gefährlich. Anstatt zu mauern, sollten gerade mittelständische Unternehmer die Chancen erkennen, verstehen und nutzen, die ihnen dieses Medium bietet, mit dem auch ohne millionenschwere Marketingbudgets Image, Bekanntheitsgrad und Umsätze verbessert werden können.

„Marketing im Internet erfordert ein generelles Umdenken“, sagt Daniel Gremm, der sich selbst als „Personal Trainer für Online-Marketing“ bezeichnet und sich darauf spezialisiert hat, Selbstständigen und mittelständischen Unternehmen beim Erreichen ihrer Ziele im Internet beratend zur Seite zu stehen.

„Im Grunde muss man alles, was ein Unternehmen im Marketing vielleicht schon jahrzehntelang getan hat, neu bewerten.“ Doch womit anfangen? „Am besten bei der eigenen Website“, sagt Gremm. „Sie bildet die Basis für Online-Marketing.“ Daher sollten Inhalte (=Content), Struktur und Bedienbarkeit (=Usability) die Informations- und Kommunikationsbedürfnisse von Kunden, potenziellen Kunden und anderen am Unternehmen interessierten Personenkreisen bestmöglich erfüllen. Dass die Inhalte regelmäßig aktualisiert werden müssen, sollte selbstverständlich sein, wird in der Praxis aber doch hie und da vernachlässigt.

Wirtschaft – Das IHK-Magazin für München und Oberbayern – 04/2010